Die Kapellbrücke führte damals noch direkt in die Peterskapelle.
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Um 1500 war die Durchfahrt unter dem hochgestelzten Brückenteil die einzige Passage zwischen See und Stadt. Bei Nacht oder Gefahr konnte die Durchfahrt mit einem Fallgitter abgeriegelt werden. Der Rest des Flusses war durch eine Sperre von Schwirren befestigt, welche von Schiffen nicht passiert werden konnte. Vom Steg aus wurden die ein- und ausfahrenden Boote kontrolliert.
Später dann nutzten die Mägde den Steg zum Waschen, wie man auch auf dem Martiniplan von 1597 sehen kann. Auf selbigem Plan sieht man jedoch kein Fallgitter an der Kapellbrücke und auch keine Schwirren mehr im Wasser, denn um 1600 drohte keine Gefahr mehr vom See her.
Nach dem Brand im Brandgässli 1833 wurde zwischen Egg und Peterskapelle der Rathausquai erstellt. In den Jahren 1897/98 wurde die Kapellbrücke um 18 Meter verkürzt.
