Posts mit dem Label Stadtgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Stadtgeschichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Als Luzerner Kinder Hexen spielten und ein anderes Kind sterben musste

Als im Jahre 1651 Kinder aus den besseren Familien in der Ledergasse ihre Spiele aufführten, kamen sie auf die Idee „Hexen“ zu spielen, einander zu fangen, foltern, „Papyrilin wie Hostien“ zu schneiden und darauf zu tanzen. Einige boshafte Weiber und Spitalpfründner denunzierten die Kinder als Hexen; in der „Nähschule“ wurde die Sache weiter erzählt und ausgemalt, so daß der Staat einschritt. Die Berichte, daß die Kinder einander „erlähmt“ und auf wirklichen Hostien getanzt haben, erwiesen sich als Unwahrheit; dagegen wurde konstatiert, daß einzelne Kinder auf Stecken geritten seien, daß ein Kind Teufel „Lutz“, eines die Hexe „Luzene“, ein Knabe „Schultheiß der Hexen“ genannt wurde, daß ein Kind als Scherz „unsern Herrgott und nit unsere Frau verleugnet habe“, daß „die Meidli ein andern verbrent und glugt, ob sy zeichen under den Zungen habent“. Die Kinder kamen glücklicherweise mit einem Verweis davon. Der Hexenwahn aber lebte in den unteren Volksschichten noch lange fort.

Nach Theodor von Liebenau, Das alte Luzern, 1881, S. 162.

Theodor von Liebenau, das alte Luzern, 1881, S.162. (Kinder spielen Hexen)















Nur ein Jahr später nahm die Geschichte eines anderen Kindes ein tödliches Ende: Die elfjährige Katharina Schmidlin aus Romoos wurde wegen angeblicher Hexerei hingerichtet.

Die Vogelmacherin

Katharina hatte behauptet, Vögel machen zu können. Als ihr dies vor anderen Menschen nicht gelang, erklärte sie, allein und bei Nacht könne sie es. Ein kleiner schwarzer Knabe verbiete ihr, ihre Fähigkeit vor Zuschauern zu zeigen. 

Unter dem Druck der Verhöre legte Katharina Schmidlin ein Geständnis über eine angebliche Teufelsbündnis ab. Kurz darauf wurde sie erwürgt und verbrannt, wie Dokumente im Staatsarchiv Luzern belegen. Ihr tragisches Schicksal verarbeitete Eveline Hasler literarisch in ihrem Roman Die Vogelmacherin.

Für die einen eine Ermahnung, für die andere der Tod

Der Gegensatz ist erschütternd. In der Ledergasse spielten Kinder Hexen, ritten auf Stecken und nannten eines von ihnen Teufel. Sie ahmten sogar das Fangen und Foltern nach. Die Obrigkeit liess es bei einer Ermahnung bewenden. Katharinas Erzählungen hingegen wurden zum Gegenstand eines Hexenprozesses, der sie das Leben kostete.

Die Luzerner Justiz behandelte nicht alle Menschen gleich. Stadtbürger genossen eine günstigere Stellung als die Untertanen auf der Landschaft, Auswärtige und Zugewanderte. Besonders angreifbar waren Menschen, bei denen Armut, ein schlechter Ruf - der sogenannte Leumund - und fehlender gesellschaftlicher Rückhalt zusammenkamen. Wer alleinstand und keine einflussreichen Fürsprecher hatte, konnte sich gegen Anschuldigungen schwerer wehren.

Vor diesem Hintergrund erhält der Gegensatz besonderes Gewicht: Die Kinder angesehener Stadtfamilien kamen nach ihrem Hexenspiel mit einem Verweis davon. Die elfjährige Katharina Schmidlin aus dem Untertanengebiet wurde wegen ihrer fantastischen Erzählungen hingerichtet. Die unterschiedliche Behandlung fügt sich in eine Strafjustiz ein, deren Härte auch von Herkunft und gesellschaftlicher Stellung abhing.

Hexenverfolgung als Machtdemonstration

Katharinas Verfolgung stand zudem im Umfeld der Spannungen vor dem Bauernkrieg von 1653. Die verschärfte Hexenverfolgung dieser Zeit ist als Machtdemonstration zu verstehen: Die Obrigkeit wollte ihren Untertanen zeigen, dass sie keine Verstösse gegen die von ihr verteidigte gottgewollte Ordnung duldete. Auch Kinder wurden Opfer dieser Verfolgung.

Kinderhexenprozesse in Luzern

Jahr Name Alter Herkunft Urteil
1630 Kessler Anneli 10 Willisau Unbekannt
1637 Imbach Caspar 12 Wolhusen Unbekannt
1652 Schmidlin Katharina Käthi 11 Romoos Erwürgt, verbrannt
1652 Wüst Amalie 13 Amt Willisau Erwürgt, verbrannt
1652 Wüest Anna 13 Wellberg, Gemeinde Willisau Unbekannt
1653 Rösli Hans Caspar 11 Gutenegg, Gemeinde Menznau Am Pfahl erwürgt, verbrannt
1658 Maria Madleni (Madeleneli) 11 Schwyz ? Erwürgt, verbrannt
1659 Bienz Cathrinli (Katharineli) 7 Fischbach Erwürgt, verbrannt
1659 Ludi Jost 12 Hasle, Entlebuch Erwürgt, verbrannt
1664 Ruots Katharina / Ruotsch Cathrinli 7 — Erwürgt, verbrannt
1664 Breitenmoser Peter 17 Entlebuch Unbekannt
1664 Schnider Caspar (Kaspar) 14 Luzern Unbekannt
1668 Kneubühler Anna (Anneli) 16 Hergiswil bei Willisau Unbekannt
1668 Mühlebach Anna Maria 12 Malters Unbekannt
Stand 09. Oktober 2026


Nachgewiesene Todesopfer der Luzerner Hexenverfolgung

Wie viele Menschen wurden im Gebiet des heutigen Kantons Luzern wegen Hexerei hingerichtet?

Hexensabbat aus der Wickiana, ZB Zürich
Hexensabbat aus der Wickiana - Zentralbibliothek Zürich.

Die Forschung nennt unterschiedliche Zahlen

Eine allgemein anerkannte Gesamtzahl gibt es bis heute nicht.

  • Joseph Schacher sprach bereits 1947 von mindestens 200 Opfern.
  • Das historische Lexikon der Schweiz nennt für den Kanton Luzern 288 Opfer (Stand 2018)🔗.
  • Der Luzerner Historiker Stefan Jäggi spricht in einem Interview mit SRF von rund 300 hingerichteten Frauen und kommt damit der tatsächlichen Zahl wohl am nächsten 🔗.

Die unterschiedlichen Angaben zeigen vor allem eines: Eine vollständige namentliche Gesamtauswertung der Luzerner Hexenprozesse ist bisher nicht veröffentlicht worden.

Für diese Website wurden die bisher bekannten Luzerner Hexenprozesse in einer Datenbank zusammengetragen und ausgewertet.

Ausgang der Verfahren Anzahl Anteil
Hinrichtungen 261 40,7 %
Todesfälle im Gefängnis 7 1,1 %
Suizide im Gefängnis 2 0,3 %
Nachgewiesene Todesfälle insgesamt 270 42,1 %
Freilassungen 50 7,8 %
Verbannungen 36 5,6 %
Einschliessungen 3 0,5 %
Spital 5 0,8 %
Ausgang unbekannt 278 43,3 %
Total 642 100 %

Von den 642 bisher erfassten Verfahren endeten gemäss den in der Datenbank erfassten Quellen 270 mit dem Tod der betroffenen Person. Davon wurden 261 Personen hingerichtet, 7 starben im Gefängnis und 2 nahmen sich während der Haft das Leben.

Die 270 dokumentierten Todesfälle entsprechen 42,1 Prozent aller bisher erfassten Verfahren. Dabei handelt es sich nicht um eine Hochrechnung, sondern um eine Auswertung der in der Datenbank erfassten Angaben.

Als weitere Verfahrensausgänge sind 50 Freilassungen, 36 Verbannungen, 3 Einschliessungen und 5 Einweisungen ins Spital verzeichnet.

Die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte höher gewesen sein. Bei 278 der 642 Verfahren – also bei 43,3 Prozent – ist der Ausgang unbekannt. Unter diesen Fällen können sich weitere Hinrichtungen oder andere Todesfälle befinden, die aufgrund der bisherigen Auswertung der Quellen nicht sicher nachgewiesen werden können.

Die 270 dokumentierten Todesfälle sind daher als Mindestzahl nach dem derzeitigen Stand der Datenbank zu verstehen.


Anklagen und Todesfälle der Luzerner Hexenverfolgung

Erfasste Verfahren und nachgewiesene Todesfälle nach Jahrzehnten

Hinweis: Als Todesfälle gezählt werden nachgewiesene Hinrichtungen sowie Todesfälle und Suizide während der Haft. Grundlage: aktuelle Hexen-Datenbank Luzern.

Prozesse vs. Hinrichtungen

In den 1550er-Jahren setzte ein markanter Anstieg der Hexenprozesse ein. Dieser fällt zeitlich mit der katholischen Reform in Luzern zusammen: 1570 besuchte Karl Borromäus die Stadt, 1574 liessen sich die Jesuiten in Luzern nieder.

Historiker sehen in der katholischen Reform einen wichtigen, wenn auch nicht alleinigen Faktor für die Intensivierung der Verfolgungen. Weitere mögliche Ursachen waren die Klimakrise der Kleinen Eiszeit, soziale Spannungen und eine verschärfte obrigkeitliche Strafverfolgung.

In den 1650er-Jahren erreichte die Hexenverfolgung im Kanton Luzern einen weiteren Höhepunkt.

Diese Verfolgungswelle fällt zeitlich mit dem Schweizer Bauernkrieg von 1653 zusammen.
Der mögliche Zusammenhang zwischen den sozialen Konflikten des Aufstands und der verstärkten Hexenverfolgung muss jedoch noch genauer untersucht werden (Stokes 2008).



Die vollständige Hexenprozesse-Datenbank

In der Hexenprozesse-Datenbank Luzern (1398–1737) können die erfassten Fälle nach Namen, Orten, Jahren, Herkunft und Urteil durchsucht werden.

Zur Hexenprozesse-Datenbank 




Letztmals aktualisiert: 03. Oktober 2026


Das könnte Sie auch interessieren:





Luzern in Bildern: Das Zur Gilgen Haus - Xaver Schwegler

 




Das Gemälde "das Zur Gilgen Haus" wurde von Xaver Schwegler im Auftrag der Korporation der Stadt Luzern gemalt und zeigt die Szenerie um 1835. Die Hofbrücke führte damals durch das Hofbrückentor in die Stadt zum Kapellplatz. Links daneben sieht man das Tor zur Schifflände, den heutigen Schwanenplatz.
Als der Kunstmaler Xaver Schwegler im Jahre 1832 in Luzern zur Welt kam, herrschte gerade eine Entfestigungswelle. Man brauchte Platz, denn die Bevölkerungszahl stieg rapide nach oben. So wurden grosse Teile der Stadtbefestigung und die Hofbrücke abgerissen. An einigen Orten wurde am See oder Fluss aufgeschüttet. So entstand der Schwanenplatz, der Schweizerhofquai, der Rathausquai und der St. Karliquai.

Im Jahre 1897 bestellte die Korporationsgemeinde Luzern bei Xaver Schwegler eine Reihe von Bildern des alten Luzerns. Im Jahre 1899 lieferte Xaver Schwegler die Bilder ab und diese wurden an der Weihnachtsaustellung im gleichen Jahr erstmals ausgestellt. Xaver Schwegler starb 1902 in Luzern im Alter von 70 Jahren.

Luzern in Bildern: Die Tore zur Hofbrücke und zur Schifflände - Xaver Schwegler

Das Gemälde „Die Tore zur Hofbrücke und zur Schifflände“ von Xaver Schwegler (1832–1902) zeigt die Ansicht vom unteren Kapellplatz Richtung See, so wie dieser Ort um 1834 ausgesehen hat. Xaver Schwegler malte das Bild um 1900 nach einer Vorlage seines Vaters Jakob Schwegler, der die Szenerie aus eigener Anschauung kannte.

Rechts im Bild steht das Zur Gilgen-Haus, daneben verläuft ein Stück der alten Stadtmauer mit zwei Toröffnungen:

  • Links, das Tor mit dem Spitzbogen führt auf die Hofbrücke. 
  • Rechts, das Tor mit dem Rundbogen führt zur Schifflände. Durch den Rundbogen ist im Hintergrund die Rigi zu erkennen.

Das Haus Zur Gilgen und der Baghardsturm

Wer am Schwanenplatz in Luzern steht, dem fällt sofort ein markantes Gebäudeensemble ins Auge: Das Haus „Zur Gilgen“ mit seinem charakteristischen Rundturm. Mit der Adresse Kapellplatz 1 markiert es historisch wie geografisch einen zentralen Eckpfeiler zwischen der Reuss und dem Schwanenplatz.

Zur Gilgen Haus und Baghardsturm, Martiniplan 1597
Zur Gilgen Haus und Baghardsturm, Martiniplan 1597

Luzern in Bildern: Der Nölliturm - Joseph Clemens Kaufmann

Dieses Gemälde stammt von Joseph Clemens Kaufmann (1867 - 1926) und ist auf 1901 datiert, (Öl auf Leinwand, 58 × 76 cm).

Der Künstler muss auf der Spreuerbrücke in der Ecke gestanden haben, als er dieses stimmungsvolle Bild malte. Dargestellt ist das rechte Reussufer unterhalb der Spreuerbrücke in der Zeit um 1890. 

Im Mittelpunkt steht der 1519 fertig gebaute Nölliturm, der den unteren Abschluss der Museggmauer bildet. Wegen seines leuchtend roten Ziegeldaches wurde er bis ins 19. Jahrhundert auch der „Rote Turm“ genannt.

Die Pilatussage – oder wie der Berg zu seinem Namen kam

Ein Berg der Legenden

Der Pilatus hat schon früh die Aufmerksamkeit und die Einbildungskraft der Menschen in der Schweiz stark angeregt. Das liegt daran, dass er scheinbar sanft aus dem Flachland aufsteigt, dann aber plötzlich in gewaltigen Felsmassen steil emporragt.

Der reiche Junker und die arme Zöllnerin – Ein Luzerner Hexenschicksal

Im Juni 1654 trafen beim Roten Turm zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite die 74-jährige Zöllnerin Brigita Rapp (Rabi), eine einfache Frau, die ihren Lebensunterhalt im Dienst der Stadt bestritt. Auf der anderen Seite Junker Walter Ludwig Cysat.

Der Raub des Staatsschatzes

Der sicherste Ort in Luzern

Luzern, 1758. Die Goldene Zeit der Republik neigte sich ihrem Herbst zu. Kriege und Missernten in Europa hatten dazu geführt, dass die Soldverträge, von denen die Stadt lebte, nur schleppend bezahlt wurden. Umso wichtiger war der Staatsschatz, das Herz der Republik Luzern.

Der Riese von Reiden

Vom Riesen zum Mammut: Die ganze Geschichte der Knochen von Reiden

Heute erzähle ich Ihnen eine Geschichte aus dem Luzernerland, die fast unglaublich klingt. Sie beginnt mit einem Baumsturz, führt zu einem Riesen im Rathaus und wird erst viel später von einem Gelehrten und zwei neugierigen Heimatforschern endgültig gelöst.

Der Nachrichter im alten Luzern

"Geliehene" Henker: Luzerns Start ohne eigenen Nachrichter

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts durfte Luzern zwar selber richten – eine Erlaubnis, die die Habsburger der aufmüpfigen Stadt zugestanden hatten – doch einen eigenen Nachrichter leistete man sich noch nicht. Für diese "Arbeiten" wurde der Nachrichter von Zürich oder Konstanz herbei bestellt.

Von den Pfahlbauern bis zur Stadtgründung Luzerns

 Die Anfänge – Leben am Wasser

Schon vor über 5000 Jahren lebten Menschen in der Zentralschweiz. Im Wauwilermoos, unweit von Luzern, wurden Pfahlbauten entdeckt, die auf etwa 4300 v. Chr. datiert werden. Auch Luzern selbst dürfte sehr alt sein: Bei Bauarbeiten für das ewl See-Energiezentrum im Jahr 2020 wurden Spuren einer Siedlung gefunden, die rund 3000 Jahre alt ist – etwa aus dem Jahr 1000 v. Chr.

Die Richtstätte Sentimatt in Luzern

Als Hörige des Hofklosters wurden wir zunächst am Marienbrunnen bei der Hofkirche gerichtet.

Ab Mitte des 13. Jahrhunderts erlaubten uns die Habsburger, selbst Gericht zu halten – dies geschah dann am unteren Fischmarkt, bei der Gerichtslinde.

Später wurde das erste Rathaus Luzerns (Vorgänger des heutigen Hotel Des Balances) Gerichtsort – die Vollstreckungen fanden an der Richtstätte Sentimatt statt.

Schweinehaltung in der Stadt Luzern

Wie in vielen anderen Städten hielten die Bürger von Luzern bis ins 15. Jahrhundert ihre Schweine frei in der Stadt. Die Stadtmauern und Tore bildeten eine natürliche Begrenzung, innerhalb derer sich die Tiere frei bewegen konnten. Sie ernährten sich vor allem von Küchenabfällen, die aus den Fenstern geworfen wurden, und fühlten sich "sauwohl".

Der Musegger Umgang

Im Mittelalter waren Großbrände häufig, da die Häuser meist aus Holz gebaut und mit Stroh oder Schindeln gedeckt waren. Dadurch konnten sich Feuer leicht ausbreiten, oft brannten ganze Häuserzeilen oder sogar Stadtteile nieder. Auch Luzern blieb davon nicht verschont – was wohl zur Redensart führte:

„Z’ Lozärn brönnts gern.“

Die Luzerner Hebammen Ordnung von 1594

Eine Gebärende in einem Geburtsstuhl
Wikipedia
Im alten Luzern gab es um 1594 drei vom Rat gewählte und besoldete Hebammen. Daneben gab es mehrere Lernende. Diese nannte man Lehrfrau-Wartnerinnen und sie erhielten auch einen kleinen Lohn und hofften bald zur Hebamme aufsteigen zu können.

Der Tretkran im alten Luzern

Auf Folio 3r der Luzerner Chronik von Diebold Schilling sieht man einen Tretkran. Das Bild zeigt  den Bau der ersten Klosterkirche im Hof im 8. Jahrhundert.

Luzerner_Schilling_Folio_3r_Bau_der_ersten_Klosterkirche_im_Hof_im_8_Jahrhundert
Luzerner Schilling Folio 3r - e-codices

Ganz oben auf dem Bild ist ein Engel mit einer Laterne abgebildet und spendet Licht. Ein Hinweis auf den fälschlicherweise von "Lucerna" (Leuchte) abgeleiteten Namen von Luzern. Der Geistliche ganz links in der unteren Bildhälfte ist Abt Wichard, der den Bau leitet. Ganz unten links sind zwei Arbeiter am Mörtel zubereiten. Daneben schleppt ein Mönch mit hochgezogener Kutte Steine herbei. Ganz unten rechts verrichtet ein Steinmetz in einer offenen Bauhütte seine Arbeit. In der Bildmitte wird die neue Klosterkirche um die ehemalige Nikolaus-Kapelle herum gebaut.

Das beste Wasser in Luzern

Historisches Zentrum - my maps
Das beste Wasser in Luzern kann man an den Brunnen des historischen Zentrums trinken. Anders als die Häuser und Hotels von Luzern werden die Brunnen der Alt- und Kleinstadt nicht durch Druckleitungen gespiesen, sondern haben eine eigene, autonome Wasserversorgung die in ihrem Ursprung auf das Mittelalter zurückgeht.

Ritterscher Palast Luzern

Der Rittersche Palast ist der wohl eindrücklichste Renaissance Palazzo des ehemaligen Stadtstaates Luzern und wurde 1556 vom damaligen Schultheissen Lux Ritter in Auftrag gegeben.

Ritterscher_Palast_Luzern
Ritterscher Palast, Luzern
Lux Ritter wurde mit Pensionsgeldern sehr reich.
(Pensiongelder sind Geldzahlungen ausländischer Kriegsherren für die Anwerbung eidgenössischer Söldner).