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Die Erdmännchen auf der Kastelenalp

Am Pilatus lebten früher kleine Bergmännchen. Sie wohnten im ganzen Berg, von oben bis nach Hergiswil und ins Eigental. Sie konnten plötzlich aus Höhlen herauskommen und genauso schnell wieder verschwinden. Sie waren sehr klein, trugen grüne Kleider und rote Mützen. Sie hatten langes, weißes Haar und Bärte bis zum Boden. Sie hüteten Tiere und Fische und halfen den Sennen. Aber wer sie beschimpfte, bekam schnell ihre Rache zu spüren.

Das Erdweibchen und die arme Witwe

Im Tal der Hilfern, am Westhang des Schratten in der Nähe von Marbach, lebte eine arme Witwe in einem sehr kleinen und schiefen Häuschen. Oft wusste sie nicht, wie sie sich und ihre Kinder satt bekommen sollte. Im Winter stand nur eine einzige Kuh im Stall, und auf dem Dachboden lag nur ein kleiner, magerer Haufen Heu.

Die Pilatussage – oder wie der Berg zu seinem Namen kam

Ein Berg der Legenden

Der Pilatus hat schon früh die Aufmerksamkeit und die Einbildungskraft der Menschen in der Schweiz stark angeregt. Das liegt daran, dass er scheinbar sanft aus dem Flachland aufsteigt, dann aber plötzlich in gewaltigen Felsmassen steil emporragt.

Die Legende der Luzerner Harsthörner

Das ursprüngliche Giebelbild Nr. 25 der Kapellbrücke fängt eine detailreiche Szene kaiserlicher Ehre ein: Karl der Grosse – in Rüstung und mit Helmkrone – erhebt sich von seinem Thron, um drei Luzerner Krieger mit Harsthörnern als Dank für ihren heldenhaften Einsatz zu ehren.

Das Gespenst in der Furrengasse und die Toggelis

Anfangs 17. Jahrhundert trieb ein Gespenst in der Luzerner Furrengasse sein Unwesen. Ein grosser, hagerer Mann mit einer grossen, krummen Nase stieg über die Eggstiege auf den Rathausplatz und ging durch die Furrengasse. Urplötzlich verwandelte sich der Mann in ein haushohes Gespenst, dass einen langen Schwanz hinter sich her zog. Das Gespenst hat niemandem was getan und verschwand wieder so schnell wie es gekommen war.

Die Geschichte des Hans von Trient, aus der Wickiana

Aus der Wickiana, der Nachrichtensammlung des 16. Jahrhunderts von Johann Jakob Wick*

Die Wickiana ist in "Alt-Schweizerdeutsch" geschrieben.
Im Folgenden finden Sie ein Video mit der Uebersetzung ins Neu-Schweizerdeutsche, gefolgt vom Originaltext.

Was sagt Renward Cysat zu Hans von Trient?

Renward Cysat war als 14-jähriger bei der Hinrichtung des Hans von Trient (alias Johannes Lyn) dabei und hat uns auch zu diesem Thema wertvolle Information hinterlassen.

Im Folgenden finden Sie den Originaltext aus der Cysat Collectanea (als Bild), meine freie Uebersetzung in die deutsche Schriftsprache und zuunterst ein Video mit der Uebersetzung auf Neu-Schweizerdeutsch.

Die Geschichte der Kreuzbuche bei Seeburg (Text und Video)

An der alten Meggerstraße, das ist die heutige Kreuzbuchstrasse, unweit von Seeburg steht die Kreuzbuche oder die Heiligbuche. Stets wurde an dieser Stelle, wenn ein Baum einging, eine neue Buche gepflanzt und mit einer Gedenktafel der Mutter Gottes geschmückt. Über den Ursprung dieser Gepflogenheit erzählt man sich zwei Geschichten:

Die Kapelle der Kindsverderberinnen am heutigen Kreuzstutz

Aus der Cysat Collectanea [B.Fol.274v]

Zwischen der Minderen Stadt und der krummen Fluh, ungfähr zwei Büchsenschüsse vom Sentitor entfernt, hat es ein steinernes Kruzifix und eine gemauerte Kapelle, in der eine Laterne brennt. An der Strasse und Wegscheide an der Reuss, wo sich die Strassen gegen Entlebuch und Rothenburg teilen (Anmerkung: heutiger Kreuzstutz). 

Cenodoxus vom Doctor zu Pariss

Cenodoxus, der Doctor zu Pariss ist ein Jesuitendrama, dass vom Jesuitenpater Jakob Biedermann geschrieben wurde. Das Theaterstück wurde 1602 in Augsburg uraufgeführt und im Jahre 1609 in München und Luzern zu den Osterspielen mit grossen Erfolg gespielt. Das Werk gilt als eine der Inspirationsquellen Goethes für seinen Faust I.

Tote Mütter besuchen ihre Kinder

Mütter, die im Kindbett sterben, kommen zuweilen des Nachts auf die Erde zurück und pflegen ihre neugeborenen Kinder. Das machen sie sechs Wochen lang. Zu Lütolfs Zeiten kannte man noch viele Kinder, denen tote Mütter diese Pflege hatten zukommen lassen.

Von Andares Buman, der mit seinem Galgenhumor alle zum Lachen brachte. Aus der Wickiana (Text und Video)

Eine Geschicht aus der Wickiana vom 16. Jahrhundert, der Nachrichtensammlung von Johann Jakob Wick, übersetzt ins Neudeutsche.

Nachtwächter Ralf erzählt Kindergeschichten

Zusätzlich zu den auf nachtwächterralf.ch präsentierten Inhalten für Erwachsene erzählt Nachtwächter Ralf auch Kindergeschichten auf Schweizerdeutsch.
Es handelt sich dabei um Sagen und Legenden, die teilweise insoweit angepasst wurden, dass Sie für Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet sind.

Diese Geschichten sind als YouTube Videos verfügbar und finden sich unter der Rubrik:
http://www.nachtwaechterralf.ch/search/label/Kindergeschichten

oder auf der Youtube Playlist:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLJuIFXmDmF60Cpu_AgJq2zEpuszneYiCb



Die Geschichte vom Türst (Text und Video)

Die Geschichte vom Türst, so wie sie Nachtwächter Ralf erzählt (als Text und Video).

Auf den Höhen des Pilatus haust ein Gespenst, ein halb «Wilder Mann», «halb Geist», «halb Krieger», «halb Gott». Er macht den Sennen ganz viel Mühe und belästigt das Vieh auf viele Arten. Seine Gewalt ist besonders gross, wenn die Hirten vom gottesfürchtigen Lebenswandel abweichen. Er ist ein höllischer Jäger und heisst der «Türst».


Die Geschichte vom Türst, als Video auf Schweizerdeutsch erzählt (auch für Kinder).




D' Sträggele, d' Frau im wilde Heer

Quelle: Luzerner Sagen, gesammelt von Kuno Müller.


D' Sträggele raubt es Chind


Quelle: Luzerner Sagen, gesammelt von Kuno Müller.


D' Sträggele spielt de Schmutzli


Quelle: Luzerner Sagen, gesammelt und erzählt von Kuno Müller.


Wer ist der Türst?

Der Türst ist eine heidnische Geistergestalt aus dem Luzernerland und ist im Ursprung niemand geringerer als Wotan, also Odin, der Hauptgott der nordischen Mythologie.